Artificial Commons: Rechtliche Herausforderungen bei der Nutzung von offen lizenzierten Inhalten durch generative KI
Description
Künstliche Intelligenz verändert die Wissenschaft, und die Art, wie Wissen geschaffen, geteilt und weiterverwendet wird. Künstliche Intelligenz (KI) basiert auf der Verarbeitung von frei verfügbaren Datenmengen aus dem Internet, darunter auch vielen open access Publikationen. Immer mehr Urheber*innen wehren sich gegen die Nutzung ihrer Inhalte durch KI-Systeme. Selbst Open Access-Befürworter*innen stehen der massenhaften Datennutzung durch KI-Systeme skeptisch gegenüber. Allerdings sehen viele offene Lizenzen wie die von Creative Commons (CC) weder in der Lage noch dazu bestimmt, eine Nutzung durch KI zu unterbinden. Auch der Vorschlag, mit den CC-Signals Regeln für die Nutzung von Inhalten durch KI-Anbieter vorzulegen, stieß auf den Unmut der Commons-Community, wünschen sich viele Urheber*innen doch eine offene Lizenz, die simultan die als extraktiv empfundene Nutzung durch KI untersagt. Wie kann verhindert werden, dass Offenheit ausgehöhlt wird, ohne dass der Zugang zu Wissen eingeschränkt wird?
Der Vortrag erläutert, ob und wie sich CC-Lizenzen auf die Nutzung von offen lizenzierten Werken durch KI-Modelle auswirken. Damit wird zum einen die Frage zentral, ob für KI-Training die Schranken des Urheberrechts, insbesondere für Text- und Data-Mining (TDM) greifen, zum anderen, ob ein Nutzungsvorbehalt durch CC-Lizenzen ausgeübt werden kann oder Lizenzelemente wie „NC“ und „SA“ vertraglich gesichert werden können. Der Vortrag soll juristische Leerstellen beleuchten und damit Licht in eine oft von falschen Erwartungen geprägte Diskussion bringen.
Files
OAT26_S03_3_Vortrag_ArtificialCommons.pdf
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Dates
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2026-09-28Presented